Zinsen sparen durch Umschuldung

Abhängig von der persönlichen Situation ist eine Umschulung zur Ablösung eines Kredits sinnvoll. Das historisch niedrige Zinsniveau macht es möglich, eine bestehende Finanzierung mit einem besonders zinsgünstigen Darlehensvertrag zu ersetzen.


Wer dauerhaft seinen Dispokredit ausreizt, verschenkt sehr viel Geld. Aufgrund der hohen Überziehungszinsen lohnt sich eine Umschuldung bei dieser Kreditvariante besonders. Für Baukredite und Darlehenskredite sind die Zinsen momentan extrem niedrig und werden der Prognose auch die nächsten Jahre niedrig bleiben. Wer mit diesem Anliegen zu seiner Bank geht, sollte sich nicht umgehend zu einem Kreditvertrag am gleichen Institut überreden lassen, sondern die Konditionen mit anderen Banken vergleichen. Mit einer Umschuldung hat der Kreditnehmer eine bessere Verhandlungsposition und die Garantie auf deutlich niedrigere Zinsen. Die Umschuldung bietet auch besseren Überblick über Laufzeit, Tilgungsrate und Zins. Wer beispielsweise eine Umbaumaßnahme, einen Autokauf oder eine Urlaubsreise plant, kann seinen finanziellen Spielraum leicht durch Umschuldung erweitern, indem er den Kreditrahmen gleichzeitig aufstockt.

Umschuldung bei Baudarlehen – Vorfälligkeitsentschädigung mit einplanen
Wer seinem Ratenkreditvertrag aussteigt, muss das geliehene Geld zurückzahlen. Die Bank wird in diesem Fall für den entgangenen Verdienst entschädigt. Diese Vorfälligkeitsentschädigung errechnet sich aus der Kreditsumme und den Zinsen, die der Bank durch die vorzeitige Ablösung entgehen. Bei einem Baudarlehen von beispielsweise 200.000 € mit Zinsbindung für zehn Jahre könnten nach zehn Jahren für den Rest der Laufzeit noch 15.000 € Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Auch wenn die Summe zunächst sehr hoch erscheint, profitiert der Kreditnehmer vom aktuell niedrigen Zinssatz von weniger als 3 % auf die Restschuld.

Den bestehenden Kreditvertrag kündigen
Der Vorteil von Ratenkrediten gegenüber Hypothekendarlehen: Der laufende Kreditvertrag kann relativ leicht gekündigt werden. Sechs Monate nach Abschluss kann man der Vertrag mit dreimonatiger Kündigungsfrist kündigen und eine neue Finanzierung für die Restschuld wählen. Während der Zinsbindungszeit (häufig zehn Jahre) ist der Wechsel oder Ausstieg aus dem Vertrag in der Regel ausgeschlossen. Dagegen könne Kreditnehmer die Gesamtrestschuld auch vorzeitig immer ohne Entschädigung zurückzahlen. Teilrückzahlungen orientieren sich an den Kreditbedingungen, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses galten. Sondertilgungen sind bei Ratenkrediten unüblich, da sie den Bearbeitungsaufwand deutlich erhöhen.

Neue Abschlussfinanzierung nur mit niedrigerem Zins
Die Umschuldung lohnt sich umso mehr, je größer der Kreditbetrag und die Restlaufzeit des bestehenden Kredits sind. Endet die Zinsbindung für das Baudarlehen, kann der bestehende Kredit problemlos abgelöst und eine Umschuldung vorgenommen werden. Hier kann der Bankenwechsel zu Abschlussfinanzierung Vorteile bringen, aber auch die Hausbank bietet je nach individueller Lage attraktive Konditionen. Für die Bank bedeutet die Umschuldung weniger Bearbeitungsaufwand und Risikominimierung, denn der Kreditnehmer hat sich mit seiner Finanzsituation intensiver auseinandergesetzt und kann besser einschätzen, was es sich leisten kann. Infolgedessen kommt es seltener zu Ausfällen von Anschlussdarlehen. Diese Vorteile honoriert die Bank mit günstigeren Zinsen.
Wer mehrere Kredite parallel abbezahlen muss, profitiert stark von einer Umschuldung, denn damit minimiert er das Ausfallrisiko.

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