Umschuldung für Studenten

Mit einer Umschuldung wird im allgemeinen die finanzielle Situation des Schuldners entlastet, sprich verbessert. An eine Umschuldung werden konkrete Erwartungen gestellt. Sie muss auf Anhieb eine finanzielle Besserstellung garantieren, und sie muss den gesamten Umgang mit den Verbindlichkeiten erleichtern. Besonders für den Studenten ist die Umschuldung auch deswegen so wichtig, weil damit eine Bereinigung der Schufa, also der Eintragungen in der Schufa-Datenbank, verbunden ist.

Alle Schufa-Eintragungen werden zum Schufa-Score zusammengefasst. Die Bonität wird anhand des Schufa-Score bewertet. Der Student hat das berufliche und private Leben noch vor sich. Im Laufe der Jahrzehnte wird immer wieder nach dem Schufa-Score gefragt werden. Je besser dieser ist, umso reibungsloser können Verträge abgeschlossen werden; bis hin zum Bau der eigenen vier Wände.

Die Umschuldung ist für den Studenten das Zusammenfassen aller bestehenden zu einer einzigen, neuen Verbindlichkeit. Diese ist meist ein etwas größeres Darlehen, das längerfristig aufgenommen wird. Dazu ist es erforderlich, dass sich eine Bank oder Sparkasse bereiterklärt, diese Umschuldung abzuwickeln. Das zukünftige, neue Girokonto bei diesem Kreditinstitut kann z.B. ein Studentenkonto sein, das für den Kontoinhaber kostenlos ist. Viele Kreditinstitute bieten ein solches an.

Zu den bestehenden Verbindlichkeiten des Studenten gehören z.B. der Dispo-Kredit auf dem bereits bestehenden Studentenkonto, der Sollsaldo auf dem Kreditkartenkonto, sowie ein Ausbildungskredit. Die Summe der Minussalden liegt meist im unteren bis mittleren fünfstelligen Eurobereich. Diese Verbindlichkeiten werden bei einer Umschuldung durch den Kreditgeber abgelöst. Der Student hat in diesem Fall nur noch eine einzige Kreditverbindlichkeit. Der Effektivzins ist deutlich niedriger als die bisherigen Dispo-Zinsen sowie die Zinsen für das Kreditkartenkonto. Durch eine längere Kreditlaufzeit verringert sich außerdem die Monatszahlung an den Kreditgeber.  Eine aktive Hilfe in dieser Situation kann der Student vom ASTA, dem Allgemeinen Studentenausschuss erwarten. Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter halten regelmäßige Sprechstunden ab. Dort sind die Studenten auch mit ihren privaten Fragen und Problemen willkommen; sie haben die Gewähr, dass solche Gespräche absolut vertraulich bleiben.

Auch das neue kontoführende Kreditinstitut prüft die Bonität des Studenten. Das gesicherten Monatseinkommen muss so hoch sein, dass der studentische Umschuldungskredit problemlos zurückgezahlt werden kann. Erwartet wird das Einkommen deutlich oberhalb der Pfändungsfreigrenze; sie liegt für eine Person bei etwa tausend Euro. Sofern die eigene Bonität des Studenten nicht ausreichend gut ist, kann sie durch einen Bürgen verbessert werden. Der Kreditgeber bewertet dessen Bonität, was in den meisten Fällen zu einem positiven Ergebnis führt. Mit dem Bürgen, z.B. der Taufpate oder ein enges Familienmitglied des Studenten, wird ein Bürgschaftsvertrag abgeschlossen. Dieser beinhaltet, dass der Bürge die Zahlungsverpflichtungen für den Umschuldungskredit übernimmt, sollte dieser sie nicht mehrvertragsgemäß erfüllen können. Der Kredit selbst wird dem Studenten belastet, und die vertraglichen Monatsraten werden von seinem Girokonto abgebucht. Die Umschuldung übernimmt der Kreditgeber, indem er bei allen Gläubigern die Verbindlichkeiten bezahlt und die offenen Salden ausgleicht. Darüber wird der Student als Schuldner sowohl von den Gläubigern als auch von seinem Kreditgeber informiert.

Damit in der Schufa-Datenbank kein falsches Bild, zusammen mit einem daraus resultierenden falschen Schufa-Score entsteht, muss der Student darauf achten, dass alle abgelösten Verbindlichkeiten gelöscht werden. Dazu sind die Gläubiger zwar verpflichtet, doch das geschieht nicht immer unaufgefordert und zeitnah. Im Anschluss an die Umschuldung ist nur noch ein einziger, nämlich der Umschuldungskredit, in der Schufa des Studenten eingetragen. Das verbessert seinen Schufa-Score und die zukünftigen Aussichten, dauerhaft wieder vertragliche Verbindlichkeiten eingehen zu können.