Gebrauchtwagen mit Automatik: Entspanntes Fahren

Automatikgetriebe galten lange Zeit als unsportlich. Als Fortbewegungsart für Pensionäre. Nichts könnte falscher sein! Gerade die modernen automatischen Schaltsysteme haben einen enormen Grad von Effizienz und Sportlichkeit erreicht. Und einen Vorteil besitzen Automatikgetriebe auf jeden Fall: Sie steigern die Sicherheit beim Fahren! Wer einen Gebrauchtwagen mit Automatik kaufen möchte, sollte allerdings ein paar Fakten berücksichtigen.

Testfahrt unerlässlich
Kein Gebrauchtwagenkauf ohne Testfahrt! Das ist sozusagen die Grundbedingung. Eine ausgiebige Testfahrt kann versteckte Mängel zum Vorschein bringen, die ansonsten unentdeckt blieben.

Worauf sollte man achten, wenn man einen Gebrauchtwagen mit Automatik kaufen möchte? Konzentrieren wir uns im Folgenden ausschließlich auf die automatische Schaltart und weniger auf die anderen Aspekte eines Gebrauchtwagenkaufs.

Automatik ist nicht gleich Automatik
Es gibt verschiedene Varianten von Automatikgetriebe: Vollautomatik, Halbautomatik, Doppelkupplungsgetriebe, Wandler-Automatikgetriebe, stufenlose Getriebe. Ohne auf die technischen Feinheiten näher einzugehen, gilt hier für alle: Wenn Sie einen Gebrauchtwagen mit Automatik im Visier haben, sollten Sie sich ein wenig Hintergrundwissen über die spezielle Form der Automatikvariante machen; erste Anlaufstelle ist hier natürlich das Internet.

Bei der Probefahrt Sie sollten Sie besonders auf folgende Punkte achten:

1. Wie schaltet das Automatikgetriebe zwischen den einzelnen Stufen?

Je nach Getriebeart kann das sehr unterschiedlich ausfallen. Manche Getriebe erzeugen einen winzigen Moment der „Schub-Leere“, bevor der nächsthöhere Gang greift. Das ist in Ordnung, es sollte nur ohne nennenswerte Geräusche aus dem Getriebe erfolgen. Je jünger der Gebrauchtwagen ist (und somit das Getriebe), desto unauffälliger werden die Schaltvorgänge funktionieren – egal, ob Sie das Schalten komplett der Automatik überlassen oder ob Sie per Hand in den halbautomatischen Schaltmodus eingreifen.

2. Erreicht das Fahrzeug in den einzelnen Schaltstufen der Automatik eine ausreichend hohe Drehzahl?

Auch wenn es für die Ohren etwas unangenehm werden sollte, so sollten Sie diesen Test auf jeden Fall durchführen — am besten gelingt das bei einer Beschleunigungsfahrt, bei der Sie die Schaltstufen (1, 2 … D) von Hand hoch- bzw. runterschalten.

3. Wird die angegebene Höchstgeschwindigkeit erreicht?

Zugegeben, den Wunsch-Gebrauchtwagen auszufahren, ist nicht immer möglich – nicht jeder hat eine Autobahnstrecke für die Probefahrt zur Verfügung. Suchen Sie sich dann eine „Teststrecke“ (am besten vorher, damit Sie während der Probefahrt voll konzentriert sein können), bei der Sie zumindest das Beschleunigungsverhalten des Fahrzeugs testen können (siehe oben). Sie erfahren auf diese Weise zugleich und ganz nebenbei noch etwas über die Leistungsfähigkeit des Motors.

4. Wie fährt der Automatik-Gebrauchtwagen an?

Legen Sie eine Schaltstufe ein (beispielsweise D für „Drive“), bleiben Sie auf der Betriebsbremse (dem Bremspedal), und lösen Sie dann ganz langsam den Bremsdruck. Wie reagiert das Auto? Sanft? Holprig? Hier könnten sich beginnende Schäden im Getriebe andeuten oder Hinweise auf den Zustand der Bremsen abzeichnen.

Fazit für den Kauf eines Gebrauchtwagens mit Automatik
Automatikgetriebe galten früher als anfällig; dieses Szenario darf als überholt gelten. Sie sind heute so zuverlässig wie „normale“ Schaltgetriebe auch. Ja, Sie haben sogar noch einige Vorteile. Automatikgetriebe ermöglichen ein wesentlich entspannteres Fahren. Ein entspannteres Fahren wiederum trägt zur Sicherheit bei und senkt den Spritverbrauch!
Gute Fahrt!