Gebrauchte Autos: Der Zustandscheck

Bei einem Kauf eines gebrauchten Autos besteht die Möglichkeit, viel Geld zu sparen. Letzten Endes verliert ein Neuwagen in den ersten Jahren oftmals drastisch an Wert. Doch leider kann sich auch ein Gebrauchtwagen unter Umständen als eine echte Fehlinvestition herausstellen. Mängel und Schäden, die im Rahmen des Fahrzeugkaufs übersehen wurden, können enorme Folgekosten mit sich bringen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich schon vorab Gedanken zu machen, was von dem neuen Gebrauchten erwartet wird. Gebrauchte Autos, die auf den ersten Blick interessant erscheinen, gibt es wie Sand am Meer – die Gefahr, sich zu einem Spontankauf hinreißen zu lassen, ist daher oftmals sehr groß. Eine ausführliche Begutachtung des ins Auge gefassten Fahrzeugs kann die Gefahr eines Fehlkaufs deutlich minimieren.

Welche Modelle sind als Gebrauchtwagen eher anfällig und welche nicht?

Erfahrungsberichte von Fahrzeugbesitzern können eine gute Hilfestellung bieten, wenn herausgefunden werden soll, wie zuverlässig diverse Modelle als Gebrauchtwagen sind. Es gibt zum Teil erhebliche Unterschiede. Zudem kann so in Erfahrung gebracht werden, mit welchen typspezifischen Mängeln und Tücken zu rechnen ist. Es gibt zum Beispiel gebrauchte Autos bei denen vermehrt auf die Korrosion geachtet werden muss, und Gebrauchte, die eher zu Problemen mit der Mechanik oder der Elektronik neigen.

Auch moderne Fahrzeuge können Rostprobleme haben

Das Thema Rostproblematik gehört leider auch heute noch nicht vollständig der Vergangenheit an. Rost gehört aber zu den Mängeln, die oftmals nur mit großem Aufwand und mit teilweise erheblichen Kosten zu beseitigen sind. Besonderes Augenmerk gilt unter anderem den tragenden Teilen, den Schwellern und Karosserieblechen, die nur schwer ausgetauscht werden können. Ist der Unterboden nachträglich mit Unterbodenschutz, einer weichen und schwarzen Masse, bearbeitet worden, können Rostnester nur schwierig ausfindig gemacht werden – eventuell könnte es sich um eine Maßnahme zur Vertuschung von Roststellen handeln.

Fahrwerks- und Motorprobleme aufspüren

Ausgeschlagene Lager, defekte Querlenker und andere fahrwerksrelevante Komponenten mit Mängeln können ebenfalls hohe Folgekosten mit sich bringen. Bemerkbar machen können sich diese Mängel zum Beispiel durch Geräusche – aus diesem Grund sollte genau hingehört werden, wenn das Fahrzeug zur Probe gefahren wird. Ähnliches gilt auch für den Motor – Klackergeräusche und ein unregelmäßiger Lauf können auf Motorprobleme hinweisen. Ein zu lautes Motorengeräusch spricht hingegen für Defekte am Krummer oder für Korrosionen an der Auspuffanlage.

Stimmt der Kilometerstand mit der tatsächlichen Laufleistung überein?

Gebrauchte Autos können unter Umständen manipulierte Kilometerstände haben. Im Rahmen einer Begutachtung sollte festgestellt werden, ob der Zustand des Fahrzeugs auf eine eventuelle Manipulation des Kilometerstands hindeutet. Detaillierter betrachtet werden sollten zum Beispiel die Abnutzungsspuren am Lenkrad und an den Pedalen, die Sitzwangen des Fahrersitzes sowie Spuren an den wichtigsten Bedienelementen, wie etwa die Hebel zur Betätigung des Scheibenwischers. Darüber hinaus kann das Scheckhheft oder das Auslesen des Fehlerspeichers des gebrauchten Autos auf Unregelmäßigkeiten hindeuten.