Auto verkaufen: 10 wichtige Tipps

Wer ein Auto privat verkauft, muss alle Entscheidungen darüber selbst treffen. Es gäbe auch die Möglichkeit, den Wagen zum Händler zu schaffen, doch dabei muss der Käufer einen Mindererlös von 15 – 20 % einkalkulieren. Der Händler setzt seine Expertise ein und sorgt für den ordnungsgemäßen Ablauf beim Ankauf. Anschließend checkt er den Wagen durch und bringt ihn technisch in Schuss. Das lässt er sich bezahlen. Ein privater Verkäufer kann jedoch sein Auto rechtssicher verkaufen und dabei einen angemessenen Preis erzielen, wenn er die nachfolgenden Tipps beachtet.


1. Auto verkaufen: Tipps zur Preisgestaltung

Der erste Schritt von Privatleuten, die ein Auto verkaufen, sollte die realistische Preisermittlung sein. Es gibt kostenpflichtige Portale wie Schwacke und kostenlose Varianten wie DAT für die genaue Preisermittlung. DAT gilt als ausreichend genau für den privaten Autoverkauf.

2. Zustand richtig beschreiben

Schon im Inserat muss der Zustand des Fahrzeugs absolut realistisch beschrieben werden, am besten mit Bild(ern). Sollte es kleine Dellen geben, nutzt es nichts, diese zu kaschieren. Gute Kaufinteressenten würden sich getäuscht fühlen und abspringen, wenn sie solche Mängel bei der Besichtigung entdecken.

3. Optischer Zustand

Der optische Zustand eines Fahrzeugs ist für Käufer ein unterschwelliges, aber mächtiges Argument. Putzen von außen und innen führt zum schnellen Kauf des “guten Käufers”, der den geforderten Preis anstandslos bezahlt. Ein Mythos ist es hingegen, dass durch Putzen 10 – 20 % mehr erzielt werden. Der realistische Preis ist der DAT-Preis (siehe Tipp 1).

4. Wahl des Käufers

Wenn Privatleute ihr Auto verkaufen, lesen sie viele Tipps zum Preis und zur Technik. Doch die Wahl des Käufers ist fast noch entscheidender, wenn die Punkte 1. – 3. eingehalten wurden. “Probierer” (Probe fahren und “ich melde mich dann”), Preisdrücker und Mäkler, die das Haar in der Suppe suchen, sollte sich ein Verkäufer vom Hals halten.

5. Auto verkaufen: Tipps zur Garantie

Händler geben eine Gebrauchtwagengarantie von zwei Jahren und kassieren allein dafür rund 15 % mehr Erlös. Privatleute können das auch: Es gibt private Gebrauchtwagen-garantien von Versicherern wie Condor, die erschwinglich sind.

6. Probefahrt

Der Käufer muss Probe fahren, das steht auch im Kaufvertrag (“Wagen nach Probefahrt übernommen”). Der Verkäufer muss sich hierfür dessen Führerschein zeigen lassen und am besten als Beifahrer dabei sein.

7. Auto verkaufen: Tipps zum Kaufvertrag

Rechtssichere Vertragsformulare bieten beispielsweise der ADAC oder der TÜV zum Download an. Sie enthalten alle Angaben, die essenziell sind.

8. Bezahlung

Wer ein Auto verkaufen will, kann alle Tipps zur privaten Kreditierung vergessen. Hier heißt es strikt: Nur Bares ist Wahres. Der Käufer muss bei Übergabe bezahlen.

9. Versicherungsschutz nach dem Kauf

Im Kaufvertrag wird die Übergabe des Fahrzeugs minutiös vermerkt. Ab diesem Zeitpunkt zahlt die Haftpflichtversicherung des Käufers, wenn etwas passiert.

10. Ummeldung

Der Käufer ist verpflichtet, das Fahrzeug zeitnah umzumelden, das steht im Kaufvertrag. Damit erfolgt die Versicherungskündigung beim Verkäufer, der sich im Grunde um nichts zu kümmern braucht. Er kann natürlich bei der Zulassungsstelle nachfassen.

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